Deutsch-tschechischer Übergang Waidhaus, Bilanz der Bayerischen Grenzpolizei für das Jahr 2025. Wichtigstes Ergebnis: Die illegale Migration hat spürbar abgenommen. Grenzfahnder registrierten zuletzt exakt 1.902 unerlaubte Einreisen – ein Rückgang von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Schleuserfälle wurden deutlich weniger – mehr als 34 Prozent (105 Delikte).

Bayern hat die längste Außengrenze aller deutschen Bundesländer. Die Zahlen des Jahres 2025 wertete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann als Beleg dafür, dass „Grenzkontrollen wirken und für einen spürbaren Beitrag zur Eindämmung illegaler Migration sorgen.“ Er begrüßte daher, dass die Binnengrenzkontrollen um ein halbes Jahr verlängert wurden.

Für Bayerns Ministerpräsident zeigen die Zahlen, dass die Migrationswende wirke. „Die Zahl der freiwilligen Ausreisen wurde 2025 nochmal gesteigert. Der Asylzugang in Bayern ist um mehr als die Hälfte gesunken und die Abschiebungen wurden um 21 Prozent gesteigert“, so Markus Söder.

Seit Gründung der Grenzpolizei gab es nach Auskunft von Söder „über 135.000 Fahndungstreffer, davon allein 20.000 im vergangenen Jahr.“ Dies entsprach einer Zunahme von zwölf Prozent gegenüber 2024 und war immer dann der Fall, weil ein Haftbefehl vorlag oder ein Fahrzeug wegen eines Diebstahls zur Fahndung ausgeschrieben war.

Gewürdigt wurden auch die Erfolge bayerischer Grenzpolizisten im Kampf gegen Waffen- und Drogenschmuggler. Bei der Rauschgiftkriminalität wurden an den Grenzen 2.091 Fälle aufgenommen (2024: 2.294 Fälle). Die bayerischen Grenzfahnder beschlagnahmten insgesamt mehr als 190 Kilogramm Rauschgift, 2024 waren es sogar noch 680 Kilo.

Außerdem registrierte die Bayerische Grenzpolizei 1.179 Waffen- und Sprengstoffdelikte (2024: 1.027). Bei den aufgedeckten Fällen wurden mehr als eintausend Waffen und verbotene Gegenstände sichergestellt. Im Bereich der Urkundendelikte gab es 1.410 Fälle (2024: 1.383), dazu zählen falsche Pässe oder die missbräuchliche Verwendung von Ausweisen.

Innenminister Herrmann kündigte in Waidhaus an, dass die Grenzpolizei weiter ausgebaut werde, mit mehr Personal und modernen Geräten. Seit der Gründung im Juli 2018 wurde die Zahl der Grenzpolizisten um mehr als 420 auf aktuell 940 erhöht. Schon jetzt nutzen sie Multicopter, Wärmebildkameras und Personendetektionsgeräte. Söder unterstrich, dass damit Taten „nicht nur aufgedeckt, sondern durch Abschreckung auch verhindert werden“ sollen.

Die Bayerische Grenzpolizei ist derzeit an insgesamt zwölf Grenzübergängen zu Tschechien und Österreich tätig. Dazu an den Flughäfen Nürnberg und Memmingen. Sie unterstützt damit die Bundespolizei.

Fotos: Bayerisches Innenministerium